Herr Spritzendorfer, der sich in der “Europ. Gesellschaft für gesundes Bauen ....”/SENTINEL-Haus für schadstoffarmes Bauen und MCS-Patienten einsetzt, hat Briefe an unsere dafür zuständigen Behörden und Ämter geschrieben. Auf die Antwort hierauf darf man gespannt sein!

Seit Jahren beraten wir auf gemeinnütziger Basis chemikaliensensitive Bauherren bei der Suche nach und Errichtung eines möglichst emissionsarmen Wohnumfeldes.

Dabei stoßen wir zunehmend auf oft unerträgliches soziales Leid von MCS Betroffenen, denen nicht nur soziales Verständnis ihrer Umgebung für ihre Krankheit, sondern vor allem auch Unterstützung von Krankenkassen, Rentenversicherungen, Jobcentern und örtlichen Behörden vollständig fehlt. EGGBI Statement zum Hearing Menschenrechte

Betroffenen mit „nur“ gesetzlicher Krankenversicherung wird selbst von den „Umweltärzten“ eine umfassende medizinische Diagnose und vor allem Behandlung ohne Aufzahlung notgedrungen verweigert – in den meisten Fällen fehlt es aber auch bereits an Behandlungsmöglichkeiten in emissionsarmen und „nicht parfümierten (Reinigungsmittel, aber auch Mitarbeiter) -“ Arztpraxen und Kliniken.

Aus diesem Grunde versuchen wir bereits seit 2 Jahren bundesweit Ansprechpartner für diese Patienten 2.Klasse zu finden,

  • von denen ihre Krankheit grundsätzlich anerkannt wird, die sie
  • qualitativ behandeln oder
  • weitervermitteln und von denen beispielsweise MCS
  • nicht grundsätzlich als „psychosomatisch“ abgetan wird – das Umweltbundesamt und auch das RKI verweisen bei mehrfachen Anfragen unsererseits dazu immer wieder:

„Wir können Ihnen leider noch nichts Neues mitteilen, und können auch weiterhin die Betroffenen nur auf die sowohl beim UBA als auch beim Ecomed Verlag hinterlegten Adressen der tätigen Umweltmedizinischen Zentren verweisen:
https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/schimmel/umweltmedizinische-beratungsstellen
http://www.ecomed-umweltmedizin.de/adressen“ (RKI/ 12 2015).

Eine entsprechende Rundfrage bei zahlreichen dieser Adressen blieb 2014 größtenteils unbeantwortet – immer wieder erfahren wir aber auch von Umweltmedizinern, dass sie Patienten der gesetzlichen Kassen nicht entsprechend ohne Aufzahlung therapieren können, da umweltmedizinische Behandlungen von den gesetzlichen Kassen nicht ersetzt werden. (Siehe auch Manko bei ärztlicher Beratung für Chemikaliensensitive?) Für unsere nunmehr anstehende Publikation wenden wir uns erneut konkret an die aktuell seitens des RKI empfohlenen Adressen mit einigen Fragen – die wir in einem kurzen Fragebogen (6 Fragen) zusammengefasst haben und würden uns sehr freuen, wenn auch Ihr Haus uns diese Fragen beantworten könnten. Das Ergebnis dieser Umfrage werden wir entsprechend kommunizieren. Link zum Fragebogen Gerne publizieren wir dazu aber auch weitergehende Stellungnahmen zum Thema Chemikaliensensitivität – korrigieren aber auch entsprechende Aussagen auf unserer Homepage zu diesem Thema!

Hier die aktuelle (12/2015) Liste von Ansprechstellen, die vom Umweltbundesamt und vom RKI benannt wird: Sollten Sie sich für Fragen/Beratung/ Behandlung von Umwelterkrankungen nicht zuständig fühlen, bitte ich um eine kurze Rückmeldung!

Unter den weiteren „vom UBA benannten“ Beratungsstellen für MCS Kranke befinden sich auch diverse Gesundheitsämter – wir bitten auch diese uns mitzuteilen, wie sie MCS Patienten beraten und wohin sie MCS Patienten (mit nur gesetzlicher Krankenkasse) weitervermitteln!