Sehr geehrte Frau Bundesminister Hendricks,

bezugnehmend auf Ihre enttäuschenden Stellungnahme zum hervorragend recherchierten WISO Bericht vom 15.02.2015 zum Thema „Holzschutz und dringender Handlungsbedarf der Bundesregierung“, um weitere Erkrankungen zu vermeiden (unter anderem Schadstoffscreening von Altgebäuden vor energetischen Sanierungen als Voraussetzung für Förderungen) möchten auch wir Sie um eine Stellungnahme bitten!

Ihre schriftlich Aussage: „dass die gesundheitlichen Folgen einer Belastung mit Holzschutzmitteln auf der Verbraucherebene nicht sicher bestimmbar sind, auch wenn die Folgen einer akuten Vergiftung  (von der in der Regel nicht auszugehen ist) bekannt sind!“

steht in eklatantem Widerspruch zu den tausendfachen Erfahrungen Betroffener, dokumentiert durch den Holzschutzmittelprozess, der sicherlich zu den beschämendsten Ereignissen unserer „Industrialisierung“ bezüglich Ursachen und vor allem auch bis heute nicht ausreichenden Konsequenzen vor allem im Hinblick auf erforderliche Sanierungen zählt.

Siehe auch: EGGBI- Hinweis zu Holzschutzmittel- Sanierungen

Tausende MCS Kranke (in vielen Fällen verursacht durch Holzschutzmittel!) kämpfen seit Jahren verzweifelt gegen deutsche „Nichtanerkennung“ einer ansonsten international anerkannten Krankheit, Ignoranz durch Politik, Behörden, Jobcenter, Sozialeinrichtungen und Rentenanstalten (siehe: EGGBI Statement Umwelterkrankungen und Umweltmedizin) -

Informationen zu dieser Krankheit MCS auf der Homepage des Umweltbundesamtes benennen zwar medizinische Anspechstellen für Betroffene – jahrelange Recherchen unsererseits (Anschreiben an sämtliche der genannten Adressen!) haben aber ergeben, dass es auch bei diesen genannten Stellen- so überhaupt, dann umweltmedizinische Behandlung nur für Privatzahler gibt – nicht aber für Kassenpatienten.  (Siehe: 2 Klassenmedizin für Umwelterkrankte?)

Auch wir erlauben uns 3 Fragen zu stellen

·          Beabsichtigt das Umweltministerium  bzw. Ihre Regierung Maßnahmen zur Förderung der Wohngesundheit als Voraussetzung für künftige „Fördermaßnahmen“ bei energetischen Maßnahmen (derzeit Förderung von Einpacken der Gebäude unter anderem mit Sonderabfall wie Polystyrol)

Welche Maßnahmen generell sind Ihrerseits geplant bezüglich

Anerkennung von umweltbedingten Erkrankungen wie MCS seitens der „Umweltpolitik“ der Bundesregierung (diesbezügliche Mails u.a. an die SPD Bundesleitung, dem Gesundheitssprecher Lauterbach sowie Herrn Staatssekretär Pronold bleiben seit über einem Jahr völlig unbeantwortet!)

      und

      „Prävention“  von umweltbedingten Erkrankungen (auch im Hinblick auf zukünftige Stellungnahmen der Bundesregierung zu Produktgenehmigungen wie z.B. aktuell Glyphosat, aber auch hormonell wirksame Flammschutzmittel, Weichmacher, allergenisierende isothiazolinone, toxische Biozide in Bauprodukten, die derzeit zwar teilweise(!) zumindest beim Blauen Engel untersagt wären, dies aber nicht durch unabhängige Prüfungen, sondern lediglich durch Aussagen der Hersteller nachgewiesen werden muß!)

(siehe EGGBI Aussagen zu  Blauer Engel)

Wir bedanken uns im Voraus herzlich für jegliche Antwort, die wir genre auch publizieren werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Josef Spritzendorfer

 

Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene –

European Society for healthy building and indoor air quality e.V. EGGBI

gemeinnütziger Verein zur Förderung und Erforschung wohngesunder Innenräume

Dämmstoff Polystyrol gilt bald als Sondermüll?

10.11.2015 Formaldehyd in Königsbrunner Schule

Händler und Hersteller schmücken sich mit dubiosen „Gutachten“ und Gütezeichen: „GREENWASHING“
http://www.eggbi.eu/beratung/produktinformationen-guetezeichen/greenwashing/

 

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Josef Spritzendorfer

 

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Information zum Bevölkerungs-Anteil: Allergiker und MCS Betroffene

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